Hallo liebe Netzsuchenden,
diese Seite ist „Poiese“ betitelt, da ich nach einem aussagekräftigen Namen suchte und ich schwer am Forschen bin, was die umfassendsten Weltzusammenhänge angeht. Wenn die Genese-URL noch zu vergeben gewesen wäre, hätte ich diese gewählt, da sich meine Forschungen zum großen Teil auf die Erforschung der Genese konzentrieren. Das Wort der Poiese ist mir als Magisterabsolventen der Soziologie zuerst durch Luhmann über den Weg gelaufen, der Ideen von Humberto Maturana und Francisco Varela für seine Theorie sozialer autopoietischer Systeme rezipierte. Poiese passt vielleicht auch besser, weil ich mich durch das geschriebene Wort an Euch wende und das von anderen Geschriebene auf dieser Site fortlaufende Themen liefern wird. Auch das Wort Poesie kommt vom griechischen „poiesis“ ("machen",des Griechischen bin ich sonst nicht mächtig). Ich möchte aber gerne noch eine ursprünglichere Bedeutung retten und diese dann als Gegensatz oder als unbedingt erforderliches Komplementäres zur Poesie begreifen. Ein schnelles Gedicht bekommt jeder hin und so kann die Poesie auch missbraucht werden und dann nützen auch die fettesten Beats nichts. Die Poiese ist das, wodurch die Poesie dem Leser erst etwas bedeuten kann. Poiese soll „Herstellung“ meinen - in dem Sinne, dass nach dem Herstellungsprozess das Hergestellte einen eigenen Wert besitzt und sodann aus dem Netz kultureller Bedeutungen, ökonomischer Tauschverhältnisse und dem Umkreis der Ideale, für die man kämpft, nicht mehr wegzudenken ist. Poiese ist dann unsterblich gewordenes Leben. Es geht nicht nur darum, sich zu verewigen, sondern zu sein. Alles passiert jetzt. Man merkt sogleich, wenn sich etwas aus dem Erleben über die Grenze hinwegretten lässt, wo diesem auch der Tod nichts mehr anhaben kann. Meine von mir ins Netz gestellte Lyrik ist dagegen eher spielerisch; Eindrücke, die mir als Wörter und Zusammenhänge sogleich fassbar waren, habe ich in ebendieser Form niedergeschrieben. Diese Lyrik und Mini-Prosa ist auch schon etwas älter. Vieles sogar halb so alt wie ich. Sie stammt zumeist aus den Jahren 1987-1991 und war zuerst vor allem durch Songlyrics und vielleicht auch von Dichtern wie Trakl und Baudelaire inspiriert (auch wenn man es ihnen nicht ansieht). Eher sollen die Grundbausteine meiner soziologischen Theorie poiesekonform sein. Da meine Web-Site kontinuierlich wachsen muss und ich zur Zeit am Nullpunkt anfange, werden sich auf dieser Website zuerst nur grobe Informationen und ein paar Gedichte und Mini-Prosa finden lassen. Für das Layout habe ich nur einen Webbaukasten benutzt. Da muss die Individualität noch etwas länger warten.
Bleibende und breiter werdende Pfade im Netz und keine poiesekatastrophierenden Pornoseiten wünscht Euch
Stefan aus Braunschweig, 10.2.2007
